Typische Ausgangslagen
Die folgenden Beispiele sind illustrative Szenarien. Sie zeigen typische Ausgangslagen und mögliche Vorgehensweisen, sind aber keine Kundenreferenzen.
Maschinenbau · rund 300 Mitarbeiter
- Ausgangslage
- Die Geschäftsführung testet Copilot. Nach wenigen Tagen erscheint in der Suche eine alte Personalakte aus einer SharePoint-Site, um die sich seit Jahren niemand mehr gekümmert hat. Copilot hat keine neue Berechtigung geschaffen. Die Datei war längst zu breit freigegeben.
- Eingriff
- Zuerst stoppen wir den breiten Rollout. Dann prüfen wir die betroffene Site und vergleichbare Fundstellen, korrigieren Zugriffe und archivieren Inhalte, die nicht mehr aktiv benötigt werden. Sensible Dokumente erhalten eine passende Kennzeichnung.
- Ergebnis
- Der Pilot kann fortgesetzt werden, sobald sensible Inhalte klassifiziert, alte Zugriffe entfernt und kritische Sites geprüft sind. Perfekte Suchergebnisse lassen sich nicht versprechen. Copilot arbeitet danach aber nicht mehr auf einem ungeprüften Berechtigungsbestand.
Beratungsdienstleister · rund 180 Mitarbeiter
- Ausgangslage
- „Wir wollen KI" ist alles, was drei gleichzeitig gestartete Pilotgruppen gemeinsam haben. Buchhaltung, Marketing und Vertrieb testen verschiedene Anwendungen. Keiner hat vorab festgelegt, was sich verbessern soll und wie das gemessen wird. Nach sechs Monaten ist vor allem die Lizenzrechnung eindeutig.
- Eingriff
- Wir schauen uns die tatsächlichen Arbeitsabläufe an und machen aus den allgemeinen Ideen konkrete Anwendungsfälle. Für jeden halten wir fest, welches Ergebnis erwartet wird und wie lange gemessen werden soll. Nur der stärkste Fall geht in den Pilot. Die anderen beiden warten.
- Ergebnis
- Nach dem vereinbarten Messzeitraum zeigen die Zahlen, ob sich der Einsatz lohnt. Spart der Fall nachweisbar Zeit oder reduziert er Fehler, kann er ausgeweitet werden. Bleibt der Effekt aus, wird er angepasst oder beendet, bevor weitere Lizenzen hinzukommen.
Engineering-Dienstleister · rund 140 Mitarbeiter
- Ausgangslage
- Eine KI soll Bewerbungen vorsortieren. Damit berührt sie eine Personalentscheidung und fällt regelmäßig in den Hochrisikobereich des EU AI Acts. Ob das konkrete System und seine geplante Nutzung darunterfallen, wurde noch nicht geprüft.
- Eingriff
- Wir klären zuerst, was das System bewertet und wie stark sein Ergebnis die Auswahl beeinflusst. Danach halten wir die Rolle des Unternehmens, die notwendigen Kontrollen und die menschliche Aufsicht fest. Datenschutzbeauftragter und Rechtsberatung prüfen die datenschutzrechtliche und rechtliche Einordnung.
- Ergebnis
- Das System wird erst freigegeben, wenn Verantwortlichkeiten, Kontrolle und Dokumentation geklärt sind.
Lässt das eingesetzte Werkzeug die notwendige Aufsicht nicht zu, kann die Empfehlung auch lauten: nicht einsetzen.